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Emil

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Thursday, October 20th 2011, 3:46pm

Warum die Gier der Wall Street am Pranger steht

von Bill Bonner

Die Rebellion der Schuldsklaven! Machen Sie sich bereit, die steht uns bevor...der Aufstand des Volkes...Revolte der Massen!

Bloomberg berichtet: Die "Occupy Wall Street"-Demonstrationen, die Ende letzten Monats in Lower Manhattan begannen, sind Richtung Innenstadt gewandert, als am 15. Oktober ungefähr 6.000 Menschen am Times Square zusammenkamen zu etwas, was die Organisatoren `global day of action against Wall Street greed nannten."

Laut dem New York City Police Department wurden 92 Menschen verhaftet. Und mehr als 100 wurden in Rom verletzt, wo sich laut Corriere della Sera an die 200.000 Menschen versammelten.


In London wurden 8 Menschen verhaftet, als sie daran gehindert wurden, den Paternoster Square zu betreten - den Platz, an dem die Londoner Börse ist. 6 von denen wurden angeklagt, so die Londoner Polizei in einer Mitteilung. In London haben die Demonstranten vor der St. Pauls Kathedrale gecampt, in der Nähe des Finanzdistrikts.

"Menschen vor Profit"

Auf den Bannern standen Dinge wie "Menschen vor Profit", und "The People are Too Big to Fail", während die Demonstranten auf den Treppen der Kathedrale Reden hielten via Megaphon. Die Demonstranten und örtliche Politiker hatten 300.000 Unterschriften gesammelt. "Die Welt wird aufstehen und sagen, wir haben genug", sagte Patrick Bruner, ein Sprecher von "Occupy Wall Street". Laut der Organisation gab es mittlerweile in 1.500 Städten weltweit Proteste, davon 100 in den USA.

Ich habe Berichte über die weltweiten Proteste gelesen in der Washington Post, Bloomberg und im Wall Street Journal. Nirgendwo wurde der geringste Hinweis auf das wirkliche Problem gegeben. Niemand ist am wirklichen Problem interessiert.

Lehre der alten Griechen

Es gibt zwei Aspekte in Bezug auf Menschen, so die alten Griechen. Da gibt es den "Appetit" - ein rationaler Geist versucht herauszufinden, wie er das bekommt, was er möchte. Und dann ist da der "Geist" - der sich mit Dingen beschäftigt, die nicht angefasst werden können, wie Ehre, Status, Religion und so weiter.

Es mag Appetit sein, der Reichtum schafft - aber es ist der Geist, der Revolutionen anfacht. Die Leute haben einen Sinn dafür, was richtig und was falsch ist...was fair ist und was eben nicht. Und wenn sie fühlen, dass sie betrogen werden...dann treten sie der Revolution bei.

Wie die Reichen reicher werden

Die Presse berichtet darüber, wie die Reichen reicher werden. So die Washington Post:

Von 1973 bis 1985 haben die Banken Amerikas niemals mehr als 16% der gesamten Unternehmensgewinne erzielt (...). Ungefähr 2005 war dieser Anteil auf 41% gestiegen. Und mit den Gewinnen stiegen auch die Bezüge der Banker: Für mehr als drei Jahrzehnte lang, von 1948 bis 1982, lagen die Bezüge im Finanzsektor im Durchschnitt der Löhne im gesamten privaten Sektor, von 99 bis 108%. Bis 2007 war dieser Wert auf 181% gestiegen.


Aber warum? Und wie?

"Wall Street Gier" ist die Antwort, die von den Demonstranten und der Presse gegeben wird. Aber Moment. Die Wall Street war schon immer gierig, auch in Zeiten niedriger Gewinne. Die Wall Street ist immer gierig. Wie jeder andere auch.

Aber es war nicht die Gier der Wall Street, welche die Reichen immer reicher machte.

Nein, es waren Regierung und Fed.

Sie kennen meine Erklärungen dazu.


Leute, die sich über "gierige" Vorstände und die Reichen beschweren, bringen es nicht auf den Punkt. Menschen - reich und arm - sind immer gierig. Aber die haben kein monetäres System, welches Schulden ermutigt und Investoren gegenüber der arbeitenden Bevölkerung bevorzugt. Dieses System wurde 1971 von der Nixon-Administration geschaffen, die wahrscheinlich gar nicht wusste, was sie da tat - und später wurde es unter einigen Fed-Vorsitzenden perfektioniert.

Zwang zum Gleichgewicht

In den Zeiten vor 1971 mussten die Nationen ihre Handelsbilanzen halbwegs ins Gleichgewicht bringen. Wenn eine Nation im Handel mit einer anderen einen Überschuss hatte, dann hatte sie einen Überschuss an Geld dieser Nation. Das konnte dann gegen Geld eingetauscht werden, das floss dann vom Defizitland ins Überschussland.

Als dann das Gold abfloss, hatte das einen abkühlenden Effekt auf so eine Volkswirtschaft. Es kam dazu, dass ihre Importe zurückgefahren worden, damit die Handelsbilanz mehr Richtung Ausgleich kam.

Schicksalsjahr 1971

Genau dieser Mechanismus war es, den Nixon stoppen wollte, als er das "Goldfenster schloss" im August 1971. Die USA hatten für den Vietnamkrieg zu viel ausgegeben. Französische Banken, immer noch sehr aktiv in Vietnam, waren Empfänger von Geld - und sie wollten die erhaltenen Dollar in Gold eintauschen. Das war wahrscheinlich der unmittelbare Grund für Nixons Reaktion - und wohl auch der Anstieg des Goldpreises. Darauf folgte ein Absturz des Goldpreises, und danach ein großer Boom....in dem die normalen Amerikaner in die Schulden gelockt wurden.

Absturz der Mittelschicht

Die Reichen wurden reicher; die Armen ärmer. Auch die Mittelklasse wurde ärmer. Zwischen 1975 und 1992 ist der Anteil der reichsten 1% der Amerikaner von 22% des gesamten Vermögens auf 42% gestiegen. Warum? Waren die Reichen produktiver? Waren sie auf einmal intelligenter? Natürlich nicht...die Spielregeln waren zu ihren Gunsten geändert worden!

Im 14. Jahrhundert revoltierten die kleinen Leute in Florenz, und zwar die Wollmacher, ohne Macht und ohne Geld. Im Juni 1378 attackierten sie Regierungsgebäude, und im Juli hatten sie die Regierung übernommen.

Aber dann wurden die anderen Gruppen neidisch. Die Metzger griffen sie auf der Piazza della Signoria an. Und danach sank der Stern der Wollmacher...bis alles wieder war wie vorher.

Kein Ende der Geschichte

Eine der dümmsten Ideen des 20. Jahrhunderts kam von Francis Fukuyama. Er war der Ansicht, dass nach dem Fall der Berliner Mauer das Ende der Geschichte erreicht sei. Revolutionen seien nicht länger notwendig - glaubte er - denn die moderne Demokratie würde sich auf natürlichem Wege auf die Herausforderungen einstellen, die sie treffen würde. Die Leute müssten nur Repräsentanten wählen. Die Politiker würden dann die Themen sachlich diskutieren und eine Lösung finden, oder?


Ha, ha, ha....Fukayama hat alles falsch verstanden. Demokratie. Geschichte. Politik. Alles. Wenn eine Institution älter wird, dann dient sie weniger dem ursprünglichen Zweck als denen, die sie kontrollieren. Je länger eine Institution unverändert bleibt, desto parasitärer wird sie. Sie zieht Ressourcen ab, von ehrlicher Produktion, und teilt sie den favorisierten Gruppen der Mächtigen zu.

Dann...wiederholt sich die Geschichte.

Dann gibt es eine Revolution.

Emil

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Friday, November 25th 2011, 2:48pm

Wirtschaft: Insider/Outsider/Zombies

Wie sich Insider und Outsider der Welt des Geldes nähern

Aufwärts versus Abwärts.

Zombies gegen Produzenten.

Inflation gegen Deflation.

Fed gegen den Markt.

Expansion gegen Kontraktion.

Zentralisierung gegen Dezentralisierung.


Bulle gegen Bär.

Und niemand weiß genau, wie das ausgehen wird. Einige setzen auf eine "Erholung" und einen neuen Bullenmarkt. Andere setzen ihr Geld auf Gold oder halten Cash...weil sie weitere Krisen erwarten, und weitere Probleme.

Der Markt ist entschlossen, die Schuldenblase zu deflationieren. Die Fed ist entschlossen, ihn zu stoppen. Einer zerstört Papierschulden. Der andere druckt mehr davon. Das Ergebnis ist immer noch offen.

Es gibt eine weitere Art und Weise, wie man sich diesen großen Kampf ansehen kann - es ist ein Kampf zwischen den Outsidern und den Insidern.

Die Outsider sind nicht kontrollierbar...und es ist nicht vorhersehbar, wie sie agieren. Das sind die kreativen Zerstörer, über die Schumpeter gesprochen hat, welche immer neue Wege finden, Dinge zu tun...und die alten Wege zerstören. Aber in ihrem ganzen Chaos schaffen sie gleichzeitig realen Reichtum.

Jede neue Industrie wird von Outsidern geschaffen. Henry Ford war der Sohn von Flüchtlingen aus Irland, die vor der dortigen Hungersnot geflohen waren...Steve Jobs hatte die Uni abgebrochen...und er verehrte Edwin Land, einen anderen Studienabbrecher, der die Polaroid Film-Industrie erfunden hatte.

Es wurden Silizium-Chips entwickelt mit Geld, welches vom Kartoffelanbau stammte. Aber sobald die Gründer gegangen sind, dann übernehmen die Insider. Die Technologie-Unternehmen gehen von der Kontrolle der Gründer und Technologie-Liebhaber in die Kontrolle von Verkäufern und Buchhaltern über. Die Absolventen der Business Schools übernehmen. Deren Ziel ist es nicht, neuen Reichtum zu schaffen, sondern ihre Macht zu bewahren und auszubauen, auch ihren Status, und ihren persönlichen Reichtum.

Diese Leute heuern Lobbyisten an. Sie unterstützen Gesetze, welche den Wettbewerb einschränken. Sie bevorzugen Regulierungen und Beschränkungen für neue Wettbewerber und spenden großzügig an Politiker beider Parteien.


General Electric zahlte 2010 keine Steuern

Die Outsider schaffen neuen Reichtum. Die Insider schützen und verteilen diesen um - größtenteils hin zu sich selbst.

Dazu habe ich etwas Interessantes gelesen. John McCormack schrieb im "The Weekly Standard": General Electric, eine der größten Firmen in Amerika, hat eine Steuererklärung im Umfang von 57.000 Seiten abgegeben, und zahlte im Endeffekt für das Jahr 2010 nicht einen Cent Bundessteuern. Diese Erklärung, die elektronisch abgegeben wurde, wäre fast 6 Meter hoch, wenn die Seiten ausgedruckt und gestapelt worden wären.

Der Fakt, dass General Electric (GE) 2010 keine Steuern zahlte, ist weithin bekannt, aber die Größe der Steuererklärung kam erst ans Licht, als Paul Ryan vom Haushaltsausschuss für eine Reform der Unternehmensbesteuerung eintrat. "GE konnte die diversen Steuerschlupflöcher nutzen - das ist legal", so Ryan. Neun Milliarden Dollar der Gewinne von GE kamen aus Übersee, außerhalb der Reichweite des US-Steuerrechts.

Und weitere 5 Mrd. Dollar von in den USA erzielten Gewinnen wurden nicht besteuert, weil GE diverse Steuersparmöglichkeiten nutzte, wie das Investieren in Forschung, Sozialwohnungen, grüne Energie, und wegen der Abschreibungen auf Immobilien.

"Ich fragte den zuständigen Steuerberater von GE, wie lange die Steuererklärung gewesen sei. Er sagte, nun, wir geben die elektronisch ab, und messen die nicht in Seiten." Ryan fragte nach einer Schätzung, und da wurden im beeindruckende 57.000 Seiten genannt.

Als Ryan das bei einer Sitzung erzählte, da gab es hörbares Schnappen nach Atem vom Pulbikum.

Ken Kies, ein Steuerberater von GE, bestätigte dem "Weekly Standard", dass es 57.000 Seiten gewesen wären, wenn diese ausgedruckt wären. Die Insider erhalten Steuersenkungen; die Wirtschaft wird zum Zombie. GE bezahlt eine Armee von Rechtsanwälten und Steuerberatern. Diese - wahrscheinlich cleveren Männer und Frauen - verbringen ihre gesamte Arbeitszeit mit Zombie-Arbeit. Die Gesellschaft wird ärmer. Aber die Zombies erhalten ihr Fleisch.

"Moment mal", protestierte meine Frau. "Die Buchhalter und Juristen sind keine Zombies. Die arbeiten, sie schützen GE...so wird auch Reichtum geschaffen."

"Ja,...es sind ehrliche Arbeiter", antwortete ich. "Wie viele Beamte. Und Millionen anderer Menschen. Es sind gute Leute, die schlechte Arbeit tun. Diese mögen sie gut machen. Mit großem Einsatz. Aber sie sind zombifiziert worden, und deren Arbeit an sich schafft keinerlei Werte für die Gesellschaft. So sind auch diese Menschen zu Zombies geworden."

Bill Bonner

Emil

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Tuesday, December 20th 2011, 4:13am

M. Gorbatschow warnt vor WW3

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Emil

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Monday, January 23rd 2012, 9:57pm

Monetarismus contra Geist

Rom, Venedig, Banken, Kredite, Kreuzzüge, Pest und Nikolaus von Kues

http://www.youtube.com/watch?v=o1l5zTNML7A&feature=related


Seth über Pest
In einem gewissen Sinne sind Epide­mien die Erscheinungsform eines Massenselbstmords der Betroffe­nen. Biologische, soziologische und sogar wirtschaftliche Faktoren mögen dabei eine Rclle spielen, daß ganze Gruppen von Individuen aus verschiedenen Beweggründen zu einem bestimmten Zeitpunkt sterben wollen, in einer Weise jedoch, daß sich ihr individuelles Ster­ben zu einer generellen Aussage verdichtet.
Auf einer bestimmten Ebene stellen solche Todesfälle eines Mas­sensterbens einen Protest gegen die Zeit dar, in der sie stattfinden. Die Betroffenen haben jedoch auch ihre persönlichen Gründe. Diese Gründe variieren natürlich von einem Individuum zum anderen; alle Betroffenen jedoch "wünschen ihren Tod, um einer Absicht zu die­nen«, die über persönliche Anliegen hinausreicht. Ein solches Mas­sensterben hat also zum Teil den Zweck, die Überlebenden dahinzu­bringen, die Lebensbedingungen in Frage zu stellen, denn unbewußt weiß die Menschheit sehr wohl, daß es Gründe für ein solches Mas­sensterben gibt, die jenseits der landläufigen Auffassungen liegen.

Es gab Zeiten und Zivilisationen, in denen die Not der Armen so furchtbar, so unerträglich war, daß die Pest ausbrach und diese die weitgehende Zerstörung der gesellschaftlichen, politischen und wirt­schaftlichen Zustände zur Folge hatte. Die Pest raffte arm und reich gleichermaßen dahin, so daß die Besitzenden aus ihrer Selbstzufrie­denheit aufgerüttelt und daran erinnert wurden, daß auch den Armen ein Mindestmaß an menschenwürdigem Leben und Wohlbefinden an Leib und Seele eingeräumt werden mußte, denn ihre
Unzufriedenheit hatte drastische Folgen für jedermann. Ihr Sterben war ein einziger Protest.
Für sich gesehen war jedes Todesopfer ein »Opfer« von Apathie, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, wodurch automatisch die Abwehrkräfte des Körpers verringert wurden. Doch derartige Ge­mütszustände verringern nicht nur die Widerstandskräfte, sie be­schleunigen und verändern auch die chemischen Abläufe im Körper, beeinträchtigen deren Ausgewogenheit und bereiten den Boden für Krankheiten vor. Zahlreiche Viren, die ihrem Wesen nach tod­bringend sein können, tragen unter normalen Bedingungen zur Ge­sundheit des Körpers bei, indem sie gewissermaßen Seite an Seite mit anderen Viren existieren, wobei jedes auf seine Weise dazu beiträgt, das Gleichgewicht des Organismus aufrechtzuerhalten.
Wenn jedoch infolge destruktiver Gemütszustände bestimmte Vi­ren zu verstärkter Aktivität angeregt oder diese überproduziert wer­den, dann werden sie »tödlich«, Auf der Körperebene können sie in der für den jeweiligen Stamm charakteristischen Weise weitergegeben werden. So wuchern hinlänglich schwerwiegende individuelle seeli­sche Probleme buchstäblich zu Seuchen aus, von denen ganze Teile der Gesellschaft erlaßt werden.
Das Umfeld, in dem eine Epidemie ausbricht, gibt Aufschlüsse über die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Umstände, die zum Ausbruch einer Seuche geführt haben. Oft geht derartigen Aus­brüchen ein fehlgeschlagener Versuch, die bestehenden politischen oder sozialen Verhältnisse zu ändern, voraus - das heißt, die Seuchen brechen aus, nachdem eine Protestbewegung geeinigter Massen ge­scheitert ist oder als aussichtslos empfunden wurde. In Kriegszeiten treten sie oft in Gruppen einer Bevölkerung auf, die den Krieg, in den ihr Land verwickelt ist, ablehnen.
Am Anfang steht die psychische Ansteckung: Verzweiflung breitet sich rascher aus als eine Moskitoplage oder irgendein Krankheitserre­ger. Die seelische Verfassung aktiviert ein Virus, das eigentlich pas­siv ist.
Verzweiflung mag zwar den Eindruck von Passivität erwecken, weil sie alles äußere Handeln als vergeblich empfindet - doch ihre Feuerbrände wüten im Innern, und eine Ansteckung solcher Art springt über von Bett zu Bett und von Herz zu Herz. Doch sie befällt nur diejenigen, die in der gleichen Verfassung sind; dessenungeachtet setzt sie so gewissermaßen eine Lawine in Gang, einen Prozeß der Be­schleunigung, der im Verhalten ganzer Bevölkerungsgruppen zum Ausdruck kommen kann.
Glaubt ihr nun, daß es nur ein einziges Leben gibt, dann müssen solche Konsequenzen natürlich als in höchstem Maße unheilvoll er­scheinen; und nach euren Begriffen sind sie ja auch wirklich alles an­dere als erfreulich. Aber wiewohl jedes Opfer einer Epidemie seinen eigenen Tod stirbt, so wird doch dieser individuelle Tod Teil einer massiven gesellschaftlichen Protestbewegung. Das Leben der hinter­bliebenen nächsten Angehörigen erfährt eine tiefe Erschütterung; und je nach dem Ausmaß der Epidemie werden die verschiedensten Ele­mente des gesellschaftlichen Lebens ausgehöhlt, verändert, neu ge­ordnet. Bisweilen werden infolge solcher Epidemien Regierungen ge­stürzt und Kriege verloren.
Und es gibt da auch noch tiefere biologische Zusammenhänge mit dem irinersten Herzen der Natur. Ihr seid biologische Geschöpfe. Euer stolzes menschliches Bewußtsein beruht auf der immensen »un­bewußten« Unversehrtheit eures körperlichen Seins. So gesehen ist euer Bewußtsein ebenso natürlich wie euer Zeh. Demzufolge ist je­doch eure seelische Verfassung für die Unversehrtheit der Menschheit von ausschlaggebender Bedeutung. Verzweiflung und Apathie sind biologische »Feinde«. Soziale Gegebenheiten, politische Zustände,
Wirtschaftsstrategien und selbst religiöse oder weltanschauliche Be­zugssysteme, die derartige Seelenzustände nähren, fordern biologi­sche Vergeltungsschläge heraus. Sie wirken wie Feuer auf eine Pflan­ze.
Epidemien dienen also mehreren Zwecken. Sie sind ein Warnsi­gnal, daß bestimmte Zustände nicht geduldet werden können. Auf biologischer Ebene herrscht ein Zustand der Empörung, der sich so lange Ausdruck verschafft, bis die Verhältnisse verändert werden.
In den Zeiten der Großen Pest, die England heimsuchte, gab es Menschen, die, obwohl befallen, nicht an ihr starben; und es gab auch solche, die von der Krankheit unberührt blieben und sich um die Kranken und Sterbenden kümmerten. Die überlebenden nun, die in das Geschehen tätig miteinbezogen waren, sahen sich selbst in einem völlig anderen Licht als jene, die der Seuche zum Opfer fielen. Sie hielten sich von der Verzweiflung frei und erfuhren, aktiv handelnd, sich selbst als nützlich und nicht als ohnmächtig. Oft traten sie aus bis anhin wenig heldenhaften Lebenssituationen hervor und zeichne­ten sich durch große Tapferkeit aus. Die Furchtbarkeit des Gesche­hens machte sie, die vordem Unbeteiligte gewesen waren, zu Betrof­fenen.
Der Anblick der Sterbenden vermittelte ihnen Einsichten in den Sinn des Lebens und weckte in ihnen neue politische, soziale und spi­rituelle Ideen, so daß, wie ihr sagen würdet, die Toten nicht umsonst gestorben sind. Epidemien zeigen infolge ihres öffentlichen Auftre­tens öffentliche Probleme auf - Probleme, die den einzelnen Men­schen in gesellschaftlicher Hinsicht ebenso in eine seelische Katastro­phe zu stürzen drohen, wie es durch ihre körperliche Manifestation in biologischer Hinsicht geschieht.
Darin liegt auch der Grund für Ausmaß und Grenzen der verschie­denen Epidemien - weshalb sie den einen Landstrich verheeren und den anderen verschonen, warum ein Familienangehöriger stirbt und der andere überlebt; denn innerhalb sogar auch solchen Massenge­schehens gestaltet doch immer der einzelne noch seine persönliche W:rklichkeit.

Seth, Individuum und Massenschicksal

Emil

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Saturday, March 10th 2012, 11:25pm

Mißglückte Mer-Ka-Ba Experimente

Zur Einstimmung: Preston Nichols' Tonmaschine zur Entspannung, lol:
http://www.youtube.com/watch?v=tMBzGHjaSrw

http://www.livingvortex.de/Philad_Mont.pdf

Preston Nichols & Duncan Cameron:
http://www.youtube.com/watch?v=AGglyC8QEnk&feature=relmfu

Preston Nichols: Space-Time Laboratories:
http://www.youtube.com/watch?v=FMxcqw_xI…=endscreen&NR=1

David Wilcock - The Montauk Chair & 2012:
http://www.youtube.com/watch?v=TBF7WTDMboM&feature=related

The True Story of The Philadelphia:
http://www.youtube.com/watch?v=ChjyCR8V2Bg&feature=related

Delta-T Antenna I Built From The Montauk Project:
http://www.youtube.com/watch?v=Etm31DolyOM&feature=related


Zeitreise:
Schwebende Städte, synthetische Intelligenz, ..., keine Religionen mehr im Jahr 2749:

http://www.youtube.com/watch?v=j5hl7RtrXQc&feature=related

Nikola Tesla - The Philadelphia Experiment & Time Travel:
http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=QIL8…ature=endscreen

This post has been edited 8 times, last edit by "Emil" (Apr 7th 2012, 1:42am)


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Thursday, March 15th 2012, 9:05pm

Laßt uns wie Katzen sein ...


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Thursday, March 29th 2012, 4:00pm

Prof. Dr. Christian Kreiß: Analyse der Eurokrise


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Friday, May 18th 2012, 7:11pm

Prof. Heiner Flassbeck- Analyse der Europäischen Finanzkrise

Musterknabe Frankreich
Lohnstückkosten bestimmen Preise
Ungleichgewichte in den Handelsbilanzen
Tabus in der Deutschen Ökonomie und Politik

http://www.youtube.com/watch?v=2o0qwhSVz68&feature=related

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Thursday, June 21st 2012, 1:33am

Prof. U. van Suntum: Kurze Geschichte einer Währungsunion