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Emil

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Dienstag, 10. August 2010, 01:26

Alle reden über Saurier - niemand über die Stubenfliege

Stubenfliege - ein evolutionäres Highlight


dabei soll sie sowohl in der Luft schweben als auch
rückwärts fliegen können;

Die Fliege, besonders im Sommer nicht selten lästig, ist aber
in der Ordnung der Dinge weder unbedeutend noch zwecklos.

Wie entsteht die Fliege?

Naturgelehrte wissen, daß die Fliege eine Art Eier legt,
welche so klein sind, daß sie vom menschlichen Auge kaum
gesehen werden können, und daß deren Gewicht so gering ist,
daß sie gleich dem Sonnenstaub in der Luft schweben.

Sehet, die Fliege legt ihre Eier überall hin und kümmert
sich nicht, was mit ihnen geschieht.
Millionen werden vom Wind in alle Weltgegenden zerstreut;
Millionen kommen in das Wasser; ja ihr könnt euch beinahe kein
Ding denken, das da verschont bliebe von den Eiern der Fliege,
so wie der Fliege selbst kein Ding zu heilig ist, um sich nicht
auf dasselbe zu setzen und es zu beschnüffeln.
Alle Eierchen, welche entweder an feuchten Mauerstellen der
Häuser, oder an was immer Moderfeuchtigkeit Haltendem gelegt werden,
kommen meistens davon.

Wie werden diese ausgebrütet?

Sehet, sobald die Sonne die Erde erwärmt, da fangen diese
Eierchen an zu wachsen, bis sie so groß werden, daß sie auch ein
mittelscharfes Auge entdecken kann, und zwar wie ein
weißlichgrauer Blütenstaub.
Die Eierchen springen auf und ein winziges weißes Würmchen wird
sichtbar, welches sich dann einige Tage von der Feuchtigkeit der
Umgebung ernährt.

Bis daher geht es mit der Zeugung der Fliege ganz natürlich
vor sich.
Ich habe euch anfangs gefragt, ob ihr schon einmal eine junge
Fliege gesehen habt - die Mücklein dürfet ihr nicht für junge
Fliegen ansehen!

Sehet, darin verbirgt sich das Wunder dieses Tierchens:
Es ist auf einmal da - ganz vollkommen ausgebildet -
und niemand weiß, woher es kam.

Denn wenn das Würmchen die Reifegröße erreicht, welche
etwa die Dimension eines Beistrich bei einer mittelgroßen Schrift hat,
dann zerplatzt es und zerlegt das Innere nach außen.
Alsdann dehnt sich die frühere Außenhaut zum eigentlichen Leibe
der Fliege aus, versehen mit allen inneren Verdauungsgefäßen;
die frühere Innenseite des Würmchens bringt dann die äußeren
sichtbaren Teile der Fliege hervor, welche, sobald diese
Umkehrung vollendet ist und sie mit der Luft in Berührung
kommen, nach fünf bis sieben Sekunden zu ihrer totalen Ausbildung
gelangen sodaß die Fliege dann vollkommen fertig ist.

Die Füße der Fliege

Es wird euch nicht entgangen sein wie die Fliege mit
ihren sechs Füßchen auf einer senkrechten, glatt polierten
Fläche ebenso forttrippelt wie auf einem Tisch, der sich in
einer horizontalen Lage befindet.

Wie ist solches möglich, da ihre Füße, obschon jeder
in zwei kleine spitzige Krallen ausläuft, dennoch äußerst
glatt sind?

Naturforscher haben herausgefunden,daß die Fliegean ihren Füßen
zwischen den zwei Krallen eine Art elastischer Glöckchen
besitzt, welche sie zum Verdünnen der Luft gebrauchen dürfte,
und zwar auf folgende Weise:
Wenn eine Fliege einen Fuß z.B. an eine vertikale Glasscheibe
setzt, so saugt sie die im Glöckchen befindliche Luft in sich,
wodurch dann der Fuß durch den resultierenden Unterdruck im Glöckchen
an der Fläche festgehalten wird.

Allein zu dieser Verrichtung müßte eine Fliege in sich
Luftpumpen haben! Und mit welcher Schnelligkeit müßten
diese von einem Mechaniker bedient werden,damit sie dem
geschwinden Getrippel der Fliege Genüge leisten könnten?

Sehet, das ist nicht leicht denkbar, obschon die Fliege
im Besitze solcher scheinbaren Luftglöckchen ist!

Auf welche Art hält sie sich dann?

Wenn ihr eine Fliege betrachtet, so werdet ihr bemerken,
daß sie überall an ihrem Körper mit kleinen Härchen
und anderen kleinen hornartigen Spitzen versehen ist, ja sogar
das Flügelpaar mit strahlenartig auslaufenden Spitzfederchen.

Wozu dient der Fliege dieses?

Diese Härchen sind lauter gute Elektrizitätssauger,
und die von der Fliege in sich gesogene Elektrizität strömt dem
negativen Teile nach, welcher der anziehende oder zusammenziehende ist,
unablässig durch die Füßchen in die schon bekannten Glöckchen,
wodurch diese Teile sehr hungrig werden nach der positiven
Elektrizität. Da sich diese aber vorzugsweise an den polierten
Flächen aus der Luft ansammelt, so ist es natürlich, daß
die Fliege darauf haften bleibt, weil sich entgegengesetzte
Polaritäten anziehen.

Aber ihr werdet sagen: Da geht es ganz natürlich zu,
wie ist es demnach ein Wunder?

Worauf ich euch nichts anderes antworten kann als:
Je natürlicher euch eine Sache vorkommt, desto wunderbarer
ist sie darum.
Salomons Weisheit ist eine hohe Weisheit denen, die selbst
in der Weisheit Salomons sich befinden - aber in dem Liede der
lebendigen Natur liegt Größeres und Tieferes als in aller Weisheit
Salomons.

Die Fliege als Ausgleicher der Luftelektrizität

Aber eines der viel größeren Wunder der Fliege liegt in
ihrer Bestimmung, und mit dieser auch in der Art und Weise,
wie sie ihrer Bestimmung entspricht.

Es gibt in der ganzen Schöpfung nirgends ein Ding, das da
mehr als zwei Polaritäten hätte, nämlich positiv und negativ.

Wenn vom Zweck des Daseins eines Wesens die Rede ist,
so kann dieser sich nirgend anderswohin erstrecken als nur
auf eine dieser zwei Polaritäten.

Nehmen wir einmal den äußeren Pol.

Es muß euch auffallen, warum im Winter nur selten ein
solches Tier zu sehen ist, während zur Sommerzeit alles
wimmelt von derlei kleinen beflügelten Bewohnern der Luft.

Sehet, die Fliege wird durch das Einsaugen des elektrischen
Stoffes so leicht, daß sie gegen die Anziehungskraft der Erde völlig
schwerelos wird und darum von seinen Flügeln leicht in alle Richtungen
herumgetragen wird.

Warum muß die Fliege, je wärmer es wird, auch desto hurtiger
hin und her fliegen?

Sehet, diese Abermillionen Fliegen sind allda beordert, das von der Sonne
zu reichlich ausgeströmte, sogenannte elektrische Feuer aufzuzehren und es
auf diese Weise zu schwächen, damit es sich nicht durch die eigene Überladung
in sich entbinde und der ganzen Welt den Garaus mache!

Solange die negative Elektrizität der Erde im Gleichgewicht steht zu der
positiven, die entwickelt wird aus den Strahlen der Sonne, so lange ist
keine Entbindung der positiven Elektrizität möglich.

Schaut nun unsere Fliegen an, wie sie fleißig in alle Richtungen
hin und her schießen und den Überschuß an positiver Elektrizität in sich saugen,
wo ihre Polarität sobald verkehrt wird, indem sie das Positive verzehren,
den negativen Anteil aber wieder aushauchen wie der Mensch den Stickstoff der
eingeatmeten Luft.

Ihr werdet fragen: Ja, vermögen denn diese Tierchen soviel auszurichten?

O ja, eine einzige Fliege verwandelt an einem heißen Tag so viel
positive elektrische Ladung in sich, daß - so diese in einem Gefäß
gesammelt werden könnte - sie kräftig genug wäre, einen Berg zu pulverisieren -
genauso wie mit der Luft, die ein Mensch an einem Tag ein- und ausatmet,
wenn sie sich entzünden würde, ganz Europa zerstört werden könnte.

Die Fliege als Lebensretter des Menschen

So hätten wir nun gesehen, wie dieses Tierchen seiner Bestimmung
entspricht für den negativen Pol.

Sehet, an einem heißen Sommertage, besonders zu einer Zeit, wann das
Quecksilber im Barometer sehr niedrig steht(Tief), werden Abermilliarden
von atomischen Tierchen aus dem niederstehenden Äther in die Luft ausgeboren,
denen zufolge ihr oft die Luft bläulich verdichtet wahrnehmt,
und es euch schwer fällt, entfernte Gegenden zu erkennen.

Wenn ihr da Atem holt, so dringen mehrere Trillionen davon in
euch ein. Obgleich diese Tierchen so klein sind, daß ihr eine Milliarde
auf einem Haufen nicht sehen würdet, macht dessen ungeachtet die Summe von
mehreren Dezillionen(10 hoch 60), die ein Mensch manchmal einatmet, doch schon
etwas ziemlich Bedeutendes aus und könnte genügen - da diese Tierchen dem
leiblichen Leben etwa so gefährlich sind wie Blausäure -,
um den Menschen unversehens das Leben zu nehmen.

Sehet, derjenige Teil dieser "atomistischen Äthertierchen",welche der
Mensch einatmet, ist seiner Gesundheit nicht der gefährlichste,
weil er von dem zu dieser Zeit sauerstoffarmen Blut aufgenommen wird;
aber ganz anders verhält es sich mit demjenigen Teil, der sich an der
äußeren Haut ansetzt und vorwiegend, wo die Poren offen stehen.

Wenn diese Tierchen da eindringen, nehmen sie gegen die vom Blut
aufgenommenen einen positiven Charakter an. Solange dieser äußere
Pol den inneren Pol nicht überwiegt, so lange ist auch keine Gefahr
vorhanden, was z. B. bei einer mittleren Temperatur der Fall ist.
Im anderen Fall besteht für das Leben höchste Gefahr durch möglicherweise
auftretende Polverkehrung.

Würde aber der äußere positive Pol plötzlich bis zu einem Hundertstel
den inneren negativen Pol überwiegen, geschähe eine sichtbare elektrische
Entladung, durch welche der Mensch binnen weniger Augenblicke
vernichtet werden könnte. Solche "Selbstverbrennungen", besonders in
südlichen Ländern, sind aber äußerst selten.

Was für eine Rolle spielt nun unsere Fliege in diesem Szenario?

Sehet, sie hat auch ein Augenpaar, welches für dieses Tierchen so
groß ist, daß es nahe den siebenten Teil seines ganzen Wesens ausmacht.
Ein jedes Auge für sich ist aber nicht ein einzelnes Auge, sondern
besteht wieder aus mehr denn tausend kleinen Augen. Diese Augen laufen,
ein jedes für sich kegelförmig zugespitzt, alle auf einen Sehpunkt zusammen
und dienen dem Tierchen als starkes Mikroskop, mit dessen Hilfe dann die Fliege
sogar die vorerwähnten atomistischen Tierchen sehen kann.

Zudem ist aber ihr Magen so eingerichtet, daß ihr diese Tierchen eine
Hauptnahrung geben. Falls eine Fliege an der Haut des Menschen einen Klumpen
vorerwähnter atomistischer Tiere entdeckt, so fliegt sie dahin und gibt nicht
eher nach, bis sie ihren Fund aufgezehrt hat.

Ist das nicht ein gar nützlicher Dienst dieses Tierchens?

Jakob Lorber: Die Fliege - Einblicke in die Wunder der Schöpfung

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Freitag, 27. August 2010, 17:40

Golf von Mexiko: Mikroben retten BP vor der Pleite

Bakterien als evolutionäres Highlight
Möglicherweise retten bisher unbekannte Naphtha-Bakterien BP vor der Pleite durch
nie endende Schadensersatzforderungen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur…,713596,00.html

Ob die "Lustigen Holzhammerbuen"(R. Steiners "Retardierte Bruderschaften") wohl ein bißchen Dankbarkeit empfinden?

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Sonntag, 3. Juli 2011, 14:39

Enzenbergers Fliege

Die Fliege stört mich.

Ich betrachte die Fliege,
beschreibe sie, wie sie ihre Taster rührt,
die dreigliedrigen, dicht gefiederten Fühler,
wie sie sucht, saugt, schöpft mit den fleischigen Endlippen ihres Rüssels.

Die Flügel, aschgrau geädert, glänzend geschuppt,
flimmern im Licht.

Tarsen, Klauen, Borsten zittern vor Energie.

Mit den zweimal viertausend Linsen ihrer riesigen Augen
betrachtet sie mich.

Wie behaart sie ist!

Es stört sie nicht, daß ich sie beschreibe.

Der anderen Fliege,
hier, auf meinem Tisch, im Bernstein,
die keinen von uns gestört hat,
gleicht sie aufs Haar, aufs Haar.

Wie ist sie zurückgekehrt, nach aberhundert Millionen Geschlechterfolgen?
Vollkommen unverändert vibriert ihr schwarz gewürfelter Hinterleib.

Sie stört mich.
Ich verscheuche sie - diese, nicht jene Fliege.

Bei ihrer nächsten Wiederkehr wird niemand mehr dasein,
um zu beschreiben, wie die Fliege der Fliege gleicht.

Es stört mich nicht, daß kein Mensch dasein wird,
um sie zu bescheuchen.

Kiosk, H. M. Enzensberger

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Dienstag, 28. Juli 2015, 18:04

Lieber 1000 Sperlinge auf dem Dach als Mao in der Hand

Vögel sind wichtig! Eine kleine, leider aber wahre Geschichte
von 1957 beweist, dass unser Überleben von Wildvögeln abhängig ist.
Damals hatte nämlich der chinesische Machthaber Mao Tse-tung die absurde
Idee gehabt, alle Sperlinge töten zu lassen, weil sie Ernteschädlinge wären.
Das chinesische Volk ging dabei so gründlich vor, dass innerhalb kürzester
Zeit - bis auf wenige kleine Restpopulationen dieses kleinen Vogels - alle
Sperlinge im Reich der Mitte ausgerottet waren.
Die Strafe für solch unüberlegtes Tun folgte stehendes Fußes.
Eine Insektenplage ohnegleichen machte sich breit, in deren Verlauf über
30 Millionen Menschen starben!

https://www.youtube.com/watch?v=f3BDcSevjBU

Raben:
https://www.youtube.com/watch?v=7Ti2vIZUgD4
https://www.youtube.com/watch?v=gEGsPjsrvLY

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Freitag, 14. August 2015, 00:01

Megalodon - Evolution des Haifisches


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Sonntag, 29. Mai 2016, 05:19

Möven im Brutofen der Atacama-Wüste