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Dienstag, 26. Januar 2010, 01:16

für Liebhaber der Veden


Emil

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Mittwoch, 24. März 2010, 05:31

Upanishaden

Die Weisheit der Upanishaden

"Die Upanishads sind für den Veda, was für die Bibel das
Neue Testament ist."(P. Deussen)

Was immer das Neue Testament für die Bibel bedeutet, die
Upanishaden sind weder Bibel noch Neues Testament für
Christen, oder auch für Hindus.

Um diesen Punkt zu klären, können wir einen Seher (Rishi)
zitieren: "Du siehst, Bruder, daß nicht nur die geistliche,
sondern auch die allgemeine menschliche Vernunft uns dazu
führt, die Notwendigkeit anzuerkennen, daß diejenigen, die
sich selbst besitzen wollen und die wahrlich in ihrem inneren
Menschen Mönche sein wollen, ihren Geist nach innen in den
Körper führen und ihn dort festhalten sollen.
Es ist nicht unangebracht, selbst Anfänger zu lehren, in sich
selbst aufmerksam zu sein..."
Er fährt fort: "Wenn es so ist, warum soll man nicht annehmen,
daß ein Mensch, der sich bemüht, seinen Geist nach innen zu
wenden, große Hilfe erfährt, wenn er seine Augen, anstatt sie
außen herumwandern zu lassen, nach innen kehrt und auf seine
Brust fixiert?
Wenn die Augen nach außen wandern, wird der Geist zerstreut
durch die Dinge, die er sieht. Doch wenn die Augen nach innen
gekehrt sind, so wird diese Bewegung auch den Geist von selbst
ins Innere des Herzens führen, wenn der Mensch sich bemüht, die
Bewegung seines Geistes umzuwenden, d.h. ihn von außen nach
innen zu kehren."
Diese Worte klingen wie die eines Yogi über die Innerlichkeit,
doch stammen sie von einem christlichen Heiligen, Gregor Palamas.
Er kommentiert auch die Worte des Propheten: "Achte auf dich selbst"
folgendermaßen: "d.h. auf dein ganzes Wesen, nicht so, daß du auf
das eine achtest und nicht auf das andere - du mußt auf das Ganze
achten.
Womit sind wir achtsam? Natürlich mit unserem Geist, denn nichts
anderes kann auf unser ganzes Wesen achten."

Von einem philosophischen Gesichtspunkt aus könnten wir den
Schlüssel zu den Upanishaden in zwei Sätzen ausdrücken:

1) Erkenntnislehre ist Ontologie

"Der es so weiß", evam vidvan, ya evam veda, sind immer wieder-
kehrende Sätze in der vedischen Literatur, die viele westliche
Forscher dazu geführt haben, vom magischen Charakter des Wissens
zu sprechen, denn Wissen heißt hier, zu dem Gewußten werden;
einen Ritus kennen heißt, ihn ausführen, usw.
Für die Upanishaden ist Erkenntnis nicht nur ein Akt des
Verstandes. Sie betrifft nicht nur die ganze Person, sondern das
ganze Universum.
Wissen ist gleich sein.
Der Erkenntnisvorgang besteht nicht darin, einen Gegenstand
einem Subjekt nahezubringen, sondern es ist ein ontologischer
Vorgang, durch den das Sein zu dem wird, was es ist, indem es
erkannt wird. Nicht ohne Grund ist avidya, das Nichtwissen,
nicht bloß ein Defekt des Verstandes, es ist ein ontologischer
Fehler, eine Sünde.
Die so oft falsch verstandene indische Innerlichkeit findet hier
ihre Erklärung. Sie ist weder ein Zurückziehen noch eine Flucht
vor der Wirklichkeit. Denken bedeutet nicht, sich Erklärungen
über die Wirklichkeit auszudenken oder Hypothesen darüber
aufzustellen. Denken heißt hier, die Wirklichkeit aufbauen,
sein lassen, ver-wirklichen.

2) Ontologie ist ontolegein (Logogenese)

Erkennen ist gleich Sein, Werden, d.h. nicht Reflexion, sondern
Schöpfung. Man läßt das Sein sich selbst ausdrücken,
d.h. sprechen. Das echte Denken sagt uns nicht, wie die Dinge
sind, indem es sie sozusagen in unserem Geist nachahmt.
Das wahre Denken läßt die Dinge sein oder werden, indem es sie
denkt. Doch Sein heißt nicht, dem Gesetz der Logik folgen.
Ontologie ist nicht unser Logos, unser Reden über das Sein,
sondern der Logos des Seins selbst, das legein des Seins.
Das Sein beschränkt sich nicht auf eine unabhängige Erkenntnis-
theorie. Sein heißt Sprechen, schöpferische Rede, das Wort sich
selbst ausdrücken, offenbaren lassen.
Die Texte selbst sprechen von der Dialektik zwischen paroksa
(verborgen) und aparoksa (enthüllt), nirukta (ausgesprochen)
und anirukta (unausgesprochen), vyakrta (manifest) und avyakrta
(unmanifest). Der Veda spricht über das Wort, "das im Anfang war".
Die eigentliche Aufgabe der Meditation besteht darin, uns dorthin
zu führen, wo das Wort spricht und nicht gesprochen wird.

B. Bäumer, Upanishaden - Befreiung zum Sein

Emil

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Montag, 5. Mai 2014, 03:28

Spirituelle Universität


Emil

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Dienstag, 19. Mai 2015, 04:07

Von den Weden zu den Veden

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Emil

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Mittwoch, 16. September 2015, 04:23

Armin Risi - Veden Akademie Kongress 2015


Emil

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Montag, 21. September 2015, 20:19

Agnihotra, altes Feuerritual mit vielen Wirkungen